Sarrazin – Thesen aus dem vorvorletzten Jahrhundert?
Beckmann hatte also Thilo Sarrazin eingeladen. Wie sollte er an diesem Mann auch vorbeikommen? Immerhin spaltet er nun schon einige Wochen lang die Nation. Umfragen ergeben, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung seine Ansichten teilt. Doch die Medien haben sich gegen ihn verschworen. Zu Recht?, frage ich da.
Thilo Sarrazin ist ein Zahlen- und Statistikfetischist erster Güte. Nicht nur bei Beckmann, auch in seinem Buch nennt er immer wieder Daten, die seine Thesen belegen sollen. Doch es widerstrebt mir, zu glauben, dass Zahlen etwas beweisen können, was längst widerlegt ist. Es gibt ein “Juden-Gen”? Der sozioökonomische Hintergrund ist für die schlechte Bildung vieler Migranten irrelevant? Sie sind von Natur aus weniger intelligent?
Ich dachte – hoffte -, dass wir über solche Thesen längst hinweg sind. Weder natur- noch sozialwissenschaftlich sind sie haltbar. Darwins Evolutionstheorie sollte doch auch einem Mitglied des Bundesbankvorstands bekannt sein. Genauso wie Studien zu sozialen Milieus, welche die Menschen prägen.
Doch nichtsdestotrotz veröffentlicht er sein Pamphlet und die Leute verschlingen es geradezu. Dass der geneigte Leser genetisch mitunter eher mit einem türkischen Kleinbauern übereinstimmt als mit seinem Nachbarn, der das Buch vermutlich ebenfalls zur Hand hat, interessiert offenbar fast niemanden.
Außer die Medien, die hier durchaus ein gutes Stück Aufklärungsarbeit leisten. Doch leider auch nicht alle.
Nachtrag vom 2. September: Besondere genetische Ähnlichkeiten von Volksgruppen (vor allem Basken und Juden) gibt es tatsächlich. Das möchte ich nur anmerken, weil Michel Friedman dies bei Hart aber Fair abgestritten hat.
Nun auch für Sehgeschädigte!
Ich habe die Schrift dieser Seite um einiges größer gemacht, damit auch Leute wie ich den Text lesen können
Street View noch 2010
Nun will Google also noch in diesem Jahr 20 deutsche Städte für Street View freischalten und viele regen sich auf. Dabei wird zu Recht kritisiert, dass man mithilfe von Street View z.B. in die Wohungen mancher Menschen blicken kann. Hier sollte Google dafür sorgen, dass Fenster generell verpixelt werden bzw. verwischt werden, so wie es im Idealfall ja bereits mit Gesichtern, Autokennzeichen u.ä. geschieht.
Ich bin und bleibe ein begeisterter Street View-Nutzer und freue mich schon auf den Deutschland-Start!
Unter Sightwalk.de findet man übrigens schon 7 deutsche Städte in “Street View-Manier”.
Rezension zum Python 3-Buch
In der Produktbeschreibung auf Amazon ist eine sehr schöne Rezension in der Produktbeschreibung aufgetaucht. Der Verfasser hätte natürlich noch den ein oder anderen Stern vergeben können, hat er aber leider nicht. Ich möchte seinen Text aber hier zitieren:
Irgendwie ist der Originaltitel: Dive Into Python 3 passender als die nüchterne deutsche Version Python 3 – Intensivkurs: Projekte erfolgreich realisieren und tatsächlich geht es dem Autor Mark Pilgrim um den Sprung ins kalte Wasser: Python lernen, ja oder nein? Wer mit “ja” antwortet, kriegt auf knapp 350 Seiten Programmiersprachgrundlagen um die Ohren gehauen und wird zum Schluss traurig sein, dass es schon zu Ende ist.
Egal ob Win, Mac oder Linux – Pilgrim fängt für jedes OS und ohne Vorkenntnisse für jedermann von vorne an: zuerst die Installation der Entwicklungsumgebung, das erste Python-Programm und dann die Sprachgrundlagen wie Datentypen, Strings, reguläre Ausdrücke und, und, und …
Wer Python 3 lernen will, kann es hier tun – Pilgrims klassische Herangehensweise an den Sprachaufbau wird durch seine lockere, auch in der Übersetzung schön übertragene Art vergoldet – kaum eine Stelle, an der er Beispiele nicht mit eigenen Kommentaren und Erfahrungen erweitert. Python 3 – Intensivkurs: Projekte erfolgreich realisieren ist ein klassisches Lehrbuch, aber ein kurzweiliges. –Wolfgang Treß/textico.de
Natürlich freue ich mich besonders über die positive Bemerkung zur Übersetzung.
Probleme der Menschheit – Teil 1: Welthunger
Wenn Menschen aus Nahrungsmangel sterben, ist das meines Erachtens besonders schwerwiegend. In einer Welt des Überflusses sollte es dieses Problem überhaupt nicht geben, und dennoch sterben jedes Jahr 8,8 Millionen Menschen an Unterernährung. Während ich diesen Satz schreibe, sind schon wieder vier Menschen an Hunger gestorben (etwa 12 Sekunden). In einem Bericht der BBC wird unter der Überschrift „World hunger ‘hits one billion’“ darauf hingewiesen, dass im Jahr 2009 eine Milliarde Menschen hungerten. Allein die Finanzkrise ist dabei laut UN für den Hunger von 100 Millionen dieser Menschen verantwortlich.
Ein Sechstel der Erdbevölkerung hat nicht genug Essen, während wir in der „westlichen Welt“ uns vollstopfen, bis wir platzen. An den US-Amerikanern kann man das sehr gut sehen, aber auch in Deutschland werden die Menschen im Durchschnitt immer dicker. Nun habe ich nichts gegen dicke Menschen, aber es zeigt doch, dass genug Nahrung da ist. Mehr als genug sogar. Und so stellt sich die Frage, welche Ursachen der Welthunger hat.
Ursachen für den Welthunger
Armut spielt im Hinblick auf den Welthunger eine immense Rolle. Sie ist nicht nur an sich schon ein Problem, sondern verhindert auch, dass von ihr betroffene Menschen sich mit den Lebensmitteln versorgen können, die sie so dringend benötigen. Gerade Kleinbauern sind davon betroffen. Sie bauen lediglich so viel an, wie sie selbst verbrauchen. Bei einer Missernte können sie davon nicht leben, haben aber auch keine Möglichkeit, sich zusätzliche Nahrung zu kaufen. Der Einwand, dass sie ihre Produkte ja zum Verkauf anbieten und vom erwirtschafteten Geld leben könnten, ist deshalb haltlos, weil existenzsichernde Preise meist nicht erzielt werden können. Wo alle arm sind, kann niemand etwas von einem anderen Armen kaufen.
Hinzu kommt außerdem, dass die zu viel produzierten Waren beispielsweise europäischer Landwirtschaftsbetriebe in die Entwicklungsländer exportiert und zu recht günstigen Preisen angeboten werden. Es kann sich kaum jemand Nahrung leisten, wenn aber doch, dann kauft er natürlich die günstigen europäischen Produkte. Unter diesen Umständen ist eine nachhaltige Landwirtschaft in großen Teilen Afrikas, Asiens und anderen von Hunger betroffenen Regionen einfach nicht möglich.
Die derzeit weltweit produzierten Nahrungsmittel würden – wie oben schon gesagt – ausreichen, um alle Menschen damit zu versorgen. Es besteht ein massives Verteilungsproblem. Kurzfristig könnte verhindert werden, dass täglich über 20000 Menschen an Hunger sterben. Es wäre also sinnvoll, diesen Menschen die Nahrung, die in den entwickelten Ländern produziert aber nicht gebraucht wird, zukommen zu lassen. Natürlich müssten auch die 15 Millionen hungernden Menschen in diesen Ländern dabei bedacht werden. Etwas zu Essen zu haben darf keine Frage des Geldes sein.
Gleichzeitig muss allerdings beachtet werden, dass man die Menschen der Entwicklungsländer nicht in eine totale Abhängigkeit von den entwickelten Ländern führt. Sie müssen langfristig dazu befähigt werden, selbst für sich zu sorgen.
Python 3 – Intensivkurs in der UB Bochum
Ab und an gebe ich bei Google “python 3 intensivkurs” ein und schaue, ob es irgendwas neues gibt, wo ich selbst noch nichts von weiß. Gerade eben war’s mal wieder so weit, und siehe da: die Bibliothek der Ruhr-Universität Bochum hat das Buch erworben und es ist bereits verliehen. Das freut mich sehr.
Dooh Nibor – im Zeichen der Gerechtigkeit
Die Koalition hat sich nun also auf einen Sparplan geeinigt. 80 Milliarden Euro sollen so bis 2014 eingespart werden. So gerecht wie eben möglich sei dieses Kürzungsprogramm, so unsere Bundeskanzlerin. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen; Arbeitslose, Eltern, Unternehmen, Beamte, ja sogar die Bundeswehr. Ob reich, ob arm, alle haben die Verantwortung zu tragen.
Was habe ich gerade gesagt? Ob reich, ob arm? Verzeihung. Reiche werden natürlich nicht zur Kasse gebeten. So weit wird es in unserem Land in absehbarer Zeit nicht kommen. Warum Geld von jemandem nehmen, der durch harte und ehrliche Arbeit so viel verdient, dass er davon problemlos Island aufkaufen könnte? Jeder hat doch das Recht auf Eigentum, egal wie viel das auch sein mag. Die jetzigen Steuern sind doch schon ein unfassbarer Eingriff in dieses Grundrecht.
Nehmen wir das Geld also lieber von denen, die sich sowieso kaum über Wasser halten können.
Wie Robin Hood, nur anders herum. Dooh Nibor also. Dooh Nibor nimmt es den Armen und gibt es gegen eine horrende Provision den Reichen.
Die Frage der Gerechtigkeit ist nicht einfach zu beantworten; Philosophen beschäftigen sich seit der Antike mit dem Begriff der Gerechtigkeit. Eine allgemeingültige und von jedermann akzeptierte Definition gibt es aber auch nach so langer Zeit noch nicht. Doch in meinen Augen kann man sagen, dass eines sicherlich nicht gerecht ist – zumindest nicht in den Gesellschaften zivilisierter Wesen wie dem Homo Sapiens: Die unglaubliche, oft genannte und dennoch immer wieder erschreckende Kluft zwischen Arm und Reich.
Dooh Nibor ist kein gerechter Mensch. Als Mitglied der vermeintlich klügsten Gattung der uns bekannten Welt macht er keine gute Figur.
Sie ist nicht nur “nicht gut”, sondern geradezu grottenschlecht. Egal ob Dooh Nibor nun in Gestalt von Angela Merkel, Guido Westerwelle oder Wolfgang Schäuble auftreten mag, er verfolgt nur dieses eine für ihn über allem stehende Ziel: das vorhandene Geld von unten nach oben zu schaffen.
Und ein Ende ist nicht in Sicht.
C++-Programmierung für Anfänger auf Platz 1
Mein Buch “C++ Programmierung für Anfänger” ist zum ersten Mal auf Platz eins der Amazon C++-Bestseller. Diesen Moment möchte ich hier festhalten.

Python 3 – Intensivkurs entwickelt sich sehr gut
Am Freitag habe ich mit Herrn Engesser, meinem Lektor, telefoniert, da er eine Frage an mich hatte. Zum Abschluss des Telefonats sagte er mir dann, dass sich das Buch sehr gut entwickelt. Das freut mich wirklich sehr, da ich die Befürchtung hatte, dass es sich aufgrund des doch recht hohen Verkaufspreises nicht so gut verkaufen könnte.
Wer weiß, vielleicht übersetze ich schon bald das nächste Buch. Aber dazu fehlt mir momentan wohl die Zeit.